Senioren Damen 3 x Gold
Senioren Mixed 2 x Gold 1 x Bronze
Senioren Open 1x 5er Platz und 2 X 6er, das ist die stolze Bilanz aus drei Renntagen. Verstärkt durch Drachenbootfahrer der Wanheimer Kanu Gilde ging das Team Schwerin UHU's bei der EM in Budapest an den Start.
Gemeldet waren die Klassen Mixed, Open und Damen, je über die Renndistanz 200m, 500m und 2000 Meter.
Das Damenteam konnte sich in allen Läufen klar durchsetzten und holte sich verdient 3 mal Gold.In der Mixed Klasse wurde es da schon schwerer, die Rennen wurden immer nur ganz knapp entschieden, trotzdem holte sich das Team 2 x Gold und über 2000 Meter die Bronze Medaille.
Das Open Boot konnte sich gegen die auf bärenstarke Konkurrenz aus: Russland, Ukraine, England und Ungarn nicht durchsetzten und kam so über einen 5. Platz nicht hinaus.
Am Freitag wurden dann die 2000 Meter Rennen gestartet. Zuerst musste das Mixed Boot an den Start. Hier kamen zum ersten mal die neuen Wettkampfbestimmungen zum Einsatz.
Es wird in einem Abstand von 12 Sekunden gestartet, wobei das schwächste Team zuerst startet. Allerdings wurde dabei der Stand der letzten WM zu Grunde gelegt.
Also starteten wir zuletzt und die Ungarn, als neues Team, zuerst. Da sich die Boote ca. 50 Meter hinter der Startlinie am Steg aufreihen mussten, hatte Ungarn hier einen kleinen Weg Vorteil.
Die Wenden waren auch sehr gewöhnungsbedürftig, im Zielbereich 6 Bahnen und an der ersten Wende nur 4 Bahnen, alles in allem fehlten 0,8 sek. zum Silber und 9,19 sek. zum Gold.
Dann kamen die Männer, als zweiter der letzten WM kamen nach uns nur noch die Russen.
Aber wie die kamen, mit einer bemerkenswerten Macht. Schon vor der zweiten Wende spürte ich als Steuermann den Atem und nach der zweiten Wende hatte ich die Trommlerin auf meiner Höhe.
Somit hätte der Steuermann innen fahren dürfen und ich hätte frei machen müssen, da er jedoch die äußere Seite gewählt hatte blieb mir die bessere innere Linie.
In der dritten Wende holten wir so über eine ganze Bootslänge auf, ganz nebenbei wurde dann auch noch das Team Uckermark in dieser Wende überholt.
Dieses Fahrmanöver hat die Russen sicher die Goldmedaille gekostet, denn sie kamen nur 0,52 sek. hinter den Ungarn ins Ziel.
Leider hat es bei diesem spannendem Rennen nicht zu einer guten Platzierung gereicht.Die neuen Wettkampfbestimmungen des DDV über die 200 Meter Strecke sind nach m.M. sehr gut.
Endlich kann das schneller Boot gescheit überholen und das Chaos in den Wenden ist vorbei.
Das schnellere Team darf innen überholen, wenn der Drachenkopf das vordere Boot erreicht, muss der Steuermann innen frei machen.
Wenn der Drachenkopf 50 m vor der Wende die Höhe des vorausfahrenden Steuermanns erreicht, darf man in der Wende innen überholen.
Und das hat immer super geklappt.
Auf dem Bild obere Reihe v.l. Trainer Lothar Giesen, Claudia Weber, Daniela Hennesen, Volker Briehl, Samira Khatib, Maja Wolschendorf, Hildegard Butterweck, Steuermann Heinz Schreiner.
Untere Reihe: Lothar Butterweck, Jürgen Senf, Birgit Plank, Gitta Schreiner und Steffen Froitzheim.